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Fünf Tipps zur Installation von Kanal-Rauchmeldern

2021-04-12

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Die modernen Kanal-Rauchmelder von heute retten Leben – aber nur, wenn sie richtig installiert sind. Ein Fehler beim Einbau kann schlimme Folgen haben, dennoch kann er auch erfahrenen Fachkräften unterlaufen. Zur Vermeidung geben wir Ihnen hier fünf wertvolle Tipps.

Fünf Tipps zur Installation von Kanal-Rauchmeldern

1. Kanal-Rauchmelder von Interferenzquellen fernhalten

Achten Sie bei der Installation eines Rauchmelders in einem Lüftungskanal darauf, dass keine Interferenzquellen vorhanden sind. Wenn der Kanal-Rauchmelder zu nahe an einer solchen Störstelle installiert wird, besteht die Gefahr von Lufttaschen, die den Durchfluss beeinträchtigen. Wirken sich diese auf die Probenahme aus der Luft aus, kann es zu einem fehlerhaften oder verzögerten Aufspüren von Rauch kommen.

Der Einbauort des Rauchmelders muss grundsätzlich ausreichend weit entfernt von Klappen, Bogen und anderen Stellen liegen, an denen sich der Durchmesser des Leitungssystems ändert. Deshalb sollte der Abstand des Einbauortes vor der Interferenzquelle das Dreifache und hinter ihr das Fünffache des Durchmessers betragen.

Es mag mitunter schwierig sein, in Lüftungskanälen solche längeren Strecken ohne Interferenzquellen zu bestimmen, die den genannten Voraussetzungen entsprechen. Vielleicht hat die Konstruktion es einfach nicht zugelassen, dass solche Strecken berücksichtigt werden. In einem solchen Fall, wenn der Kanal-Rauchmelder wohl oder übel näher an der Interferenzquelle installiert werden muss, ist es besonders wichtig, einen vollständigen Rauchtest auszuführen, bei dem Kunstrauch in das Lüftungssystem eingespeist wird. Dies ist die einzige Art, herauszufinden, ob der Kanal-Rauchmelder wie vorgesehen arbeitet, und sie wird grundsätzlich empfohlen – unabhängig vom konkreten Einbauort.

2. Kanal-Rauchmelder sichtbar und zugänglich montieren

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl des Einbauortes für einen Kanal-Rauchmelder, dass Bedien- und Servicemitarbeiter ihn leicht auffinden müssen. Auf dem weißen Gehäuse des Detektors gibt es eine runde Leuchte in Rot, die einen Feueralarm, und eine in Grün, die einen Servicealarm anzeigt. Je nach Modell kommen weitere Anzeigeleuchten hinzu. Falls der Rauchmelder verborgen – zum Beispiel in einem Schacht oder hinter der Deckenverkleidung – eingebaut werden muss, ist eine Wartungsklappe zu montieren und ein Schild „Verdeckt montierter Kanal-Rauchmelder“ anzubringen.

Vermeiden Sie zudem, den Rauchmelder an Stellen zu installieren, an denen Kondensationsprobleme auftreten können. Sollte dies nicht möglich sein, weil der Rauchmelder im Freien oder in einem unbeheizten Dachboden unterzubringen ist, muss der Rauchmelder isoliert und wie vorstehend beschrieben gekennzeichnet werden.

 

3. Länge des Venturirohres an Kanalgröße anpassen

Mein nächster Tipp bezieht sich auf die Länge des Venturirohres. Da Lüftungskanäle in allen möglichen Größen existieren, müssen Sie diesen Punkt besonders beachten: Unabhängig von der Größe des Kanals muss das Venturirohr die Luft aus dem gesamten Kanal erfassen können.

Messen Sie deswegen vor der Installation stets den Durchmesser oder die Breite des Lüftungskanals aus. Verwenden Sie ein Venturirohr einer solchen Länge, dass es durch mindestens 90 Prozent des Kanals führt. Je höher die Qualität der Luftprobe ist, desto größer ist die Chance, Rauch frühzeitig zu erkennen und einen Brand zu verhindern. Auch wenn bei runden Kanälen oder äußerer Isolierung Montagekonsolen verwendet werden, gilt dennoch die Vorgabe , dass das Venturirohr durch mindestens 90 Prozent des Kanals führen muss.

4. Auf richtigen Anschluss achten

Die verwendete Spannung und die Art des Anschlusses eines Kanal-Rauchmelders können vom Modell und vom Markt abhängen. Lesen Sie deswegen grundsätzlich das mit dem Kanal-Rauchmelder mitgelieferte Handbuch, und ziehen Sie auch die Schaltpläne zu Ihren Bauvorhaben zurate, sodass der Rauchmelder auf jeden Fall ordnungsgemäß angeschlossen wird.

Es gibt im Prinzip zwei Arten von Rauchmeldern: Die einen haben ein externes Steuergerät, bei den anderen ist dieses integriert.

Vergessen Sie im Falle eines externen Steuergerätes und eines geschlossenen Regelkreises mit einem oder mehreren angeschlossenen Sensoren nicht, den Regelkreis im finalen Rauchmelder mit einem Abschlusswiderstand zu beenden. Theoretisch lassen sich fast beliebig viele Sensoren in einem Regelkreis anschließen, doch aus praktischen Gründen sollte die Zahl auf unter zehn begrenzt sein. Der Vorteil eines zentralen Steuergerätes ist die geringere Verkabelung und die Möglichkeit, die Statusanzeige für den gesamten Schaltkreis an einem Ort zu konzentrieren.

Eigenständige Kanal-Rauchmelder mit integriertem Steuergerät verwenden für die Alarmauslösung potenzialfreie Relaiskontakte; die dazu parallel benötigte Stromversorgung hängt vom jeweiligen Modell ab. Welche der möglichen Anschlussoptionen bei diesen Geräten verwendet wird, ist durch die spezifischen Anforderungen bedingt.

5. Kanal-Rauchmelder auf Funktion prüfen

Nach beendeter Installation muss nun die Funktion geprüft werden. Kontrollieren Sie zuerst, ob der Kanal-Rauchdetektor in richtiger Richtung in den Luftstrom eingebaut wurde. Überprüfen Sie dann die Adapterabdeckung und die Kabel auf ordnungsgemäße Abdichtung.

Applizieren Sie durch die Testbohrung Kunstrauchspray, und achten Sie darauf, wie der Rauchmelder reagiert. Er muss einen Alarm auslösen, und es müssen automatisch die Gegenmaßnahmen initiiert werden, die eine Ausbreitung des Rauches begrenzen. Denken Sie zum Abschluss daran, die Testbohrung wieder mit dem Stopfen zu verschließen.

View the full installation video showing how to install a Uniguard duct smoke detector:

 

Damit beende ich dieses Posting. Ich würde mich freuen, wenn meine Tipps hilfreich waren. Wenn Sie bei der Installation Unterstützung brauchen, melden Sie sich einfach bei Calectro. Wir sind gern für Sie da!